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05.08.2020 | Stefanie Starke | Aicha vorm Wald/Passau | Walter Taubeneder MdL

„Die Automobilindustrie ist der Motor der Deutschen Wirtschaft und des Mittelstands“

CSU-Abgeordnete und Bezirksräte zu Besuch bei Automobilzulieferer A-Kaiser

Es sind zahlreiche Betriebe und Unternehmen in der Region, die in dieser Corona-Krise sichtlich gebeutelt wurden – eines von ihnen: Die A-Kaiser GmbH in Aicha vorm Wald.

Fotos (Stefanie Starke): (v.l.) A-Kaiser Geschäftsführer Kerim Chouaibi, Bürgermeister Georg Hatzesberger, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL Walter Taubeneder, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, Bezirksrat Josef Heisl, R. Klinger & M. Kellermann
Als Zulieferer für die Automobilbranche hängt das Unternehmen, mit seinen rund 530 Mitarbeitern an den beiden Standorten in Aicha und Straßkirchen, am Erfolg des VW-Konzerns. „In normalen Zeiten können wir einen monatlichen Umsatz von etwa 8 Millionen Euro verzeichnen und der ist auch nötig, um den Betrieb am Laufen zu halten“, erklärt A-Kaiser Geschäftsführer Kerim Chouaibi bei einem Besuch der CSU-Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler, gemeinsam mit den CSU-Bezirksräten Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl sowie Aichas Bürgermeister Georg Hatzesberger.
Mit Corona und dem Lockdown sei der Markt natürlich völlig zusammengebrochen. „Im April sind wir bei rund 1,5 Millionen Euro Umsatz angekommen, mittlerweile hat es sich bei etwa 4 bis 5 Millionen Euro eingependelt – das halten wir so natürlich nicht mehr lange durch.“ Eine erste Rettung waren gute Kontakte hinein in den VW-Konzern, das Thema Kurzarbeit, ein hervorragendes Mitarbeiterteam, sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. „Hier tut jeder was er kann und gerade im Bereich der E-Mobilität sind wir jetzt neu eingestiegen. Insgesamt sind wir allesamt höchst innovativ und engagiert unterwegs“, so Chouaibi weiter. Das Know-How sei vorhanden und in Geschäftskreisen gelte die A-Kaiser GmbH als verlässlicher und flexibler Partner. „Mit unserer neuen Anlage tauchen wir bereits mit einer Produktreihe in die neue Welt der Autobranche ein und stellen beispielsweise ein spezielles Bauteil für den E-SUV von VW her. Dieses Teil schützt den Batteriekasten im Crashfall“, erklärt der Geschäftsführer kurz. Das Produkt werde bereits von VW verbaut, dennoch sei man natürlich in höchstem Maße abhängig von der allgemeinen Entwicklung des Marktes. „Wir haben hier einiges investiert und sind auf Erfolg angewiesen, sonst  können wir uns nicht mehr lang über Wasser halten.“
Grundsätzlich sei die Automobilindustrie als Motor der Deutschen Wirtschaft und damit des Mittelstands zu werten und auch MdL Walter Taubeneder will betonen: „Es ist schade, dass unsere Vorzeigeindustrie oft negativ dargestellt wird.“ Gerade in Niederbayern bestünden für zahlreiche Betriebe großartige Chancen den Weg in die E-Mobilität mitzugehen und damit in die neue Welt der Automobilindustrie miteinzusteigen.
Die Abgeordneten hatten sich bereits zu Beginn der Krise für das Unternehmen A-Kaiser in Aicha vorm Wald eingesetzt – „immerhin stehen auch hier wieder zahlreiche Existenzen auf dem Spiel. Damit geht uns der betriebliche Erfolg letztlich alle an“, so MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler.
„Dank ihrer Unterstützung leben wir noch und wir haben schon schlimmere Zeiten überstanden“, dankt der Geschäftsführer den Mandatsträgern für ihren Einsatz. Dieses Jahr werde man keinesfalls mehr auf das Umsatzniveau der vergangenen Jahre kommen, daher sei man auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen. „Es tut wirklich jeder was er kann und daher würden wir uns über eine helfende Hand sehr freuen. Entlassungen stehen uns bevor und wir leben hier nicht einer der strukturstärksten Regionen“, gibt Kerim Chouaibi den Abgeordneten, als Ausdruck seiner dringenden Bitte um Unterstützung, mit auf den Weg.