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07.08.2020 | Stefanie Starke | Hutthurm

„Die Zukunft gebaut mit Brettern aus der Region“

CSU-Abgeordneten besuchen V+F Massivholzwand GmbH

Die Corona-Krise hat dem Massivholzwand-Unternehmen in Hutthurm nichts anhaben können. Im Gegenteil: „Unsere Auftragsbücher sind voll. Interessant wird es erst im kommenden Jahr, dann werden wir sehen, ob sich die Krise bei uns bemerkbar macht“, erklärt Marcus Fröhler, einer der beiden Geschäftsführer der Veit + Fröhler Bau GmbH in Hutthurm den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler, Max Gibis, Walter Taubeneder und Bezirksrat Josef Heisl zurück.


(v. l.) MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL Walter Taubeneder, Geschäftsführer Marcus Fröhler, MdL Max Gibis, Mitarbeiter Thomas Zieringer und Bezirksrat Josef Heisl.
Mit seinem Geschäftspartner Alois Veit hat sich Marcus Fröhler bereits vor knapp 15 Jahren zusammengetan und mittlerweile hat sich ihr Betrieb auf gesunde Weise zu einem mittelständischen Unternehmen mit 120 Mitarbeitern entwickelt. „Wir sind stetig gewachsen, was auch und vor allem unserem innovativen Ansatz im Bereich Massivholzbau zu verdanken ist“, will Alois Veit betonen.

Mit der sogenannten Massiv-Holz-Mauer (MHM) habe das Unternehmen eine neue Ebene der Baukultur erschlossen: „Alles was Sie sich wünschen, können wir auch aus massiven Holzwänden bauen. Also nicht nur das klassische Einfamilienhaus, sondern auch Großbauten, wie Mehrparteienhäuser, öffentliche Bauten, Büro- und landwirtschaftliche Gebäude“, geben die Geschäftsführer Einblicke in das Portfolio des Betriebs.

Ein Haus aus MHM biete hervorragende Dämmeigenschaften für Wärme, Schall und Strahlung. Mit einer geringen Außendämmung aus Holzfaserplatten lasse sich demnach ohne Weiteres der Standard eines Passivhauses erreichen. „Die Raumfeuchte im Gebäude wird natürlich reguliert, sodass das Raumklima zusammen mit dem beruhigenden Holzduft für dauerhaftes Wohlbefinden sorgt. Unsere Wände sind völlig naturbelassen - einfach gesund!“, so Alois Veit - dabei spürbar die große Leidenschaft und Überzeugung von dem ökologischen Produkt.

Veit und Fröhler legen besonders Augenmerk auf die Qualität des Rohstoffs: „Wir arbeiten nur mit Holz aus der Region und merken auch, dass unsere Kunden darauf besonderen Wert legen.“ Die eigene Produktion ermögliche es auch, dass Bauherren Rohholz aus ihrem Wald für den Bau ihres Eigenheims verwenden und so ihr Hab und Gut CO2-neutral veredeln.

Das Holz werde dabei ausschließlich getrocknet, nicht weiter behandelt, nur gepresst und lediglich mit Alunägeln fixiert – „es ist einfach genial!“ Die kreuzweise Anordnung bringe dabei außergewöhnliche Stabilität und mache das Holz setzungsfrei.

Am Standort in Hutthurm lassen sich die Wandelemente beliebig zuschneiden und für alle Installationen bereits in der Produktionshalle millimetergenau vorbereiten, sodass die Montage der Fertigbauteile auf der Baustelle in kürzester Zeit erfolgen könne. „Und anschließend ist sofort der weitere Ausbau möglich!“

„Ein Holz aus lauter Brettern klingt zwar komisch ist aber hoch kreativ und auch energetisch auf höchstem Niveau“, zeigt sich MdL Max Gibis begeistert von dieser Art des massiven Holzhausbaus.

„Immer mehr Häuslebauer wollen ihr Haus in Holz bauen, auch weil es ein einzigartiges Wohnklima erzeugt“, können auch die Geschäftsmänner bestätigen. Besonders in den letzten Jahren sei im Bayerischen Wald wieder ein Bauboom zu beobachten. Dennoch wollen sie es nicht verpassen auf Varianten zu verweisen: „Auch die Verwirklichung einer Kombination aus Ziegel- und Holzhaus, sogenannte Hybridhäuser, ist möglich. Diese erinnern uns wieder an die Bauweisen unserer Urahnen und verbinden somit altbewährtes regionales Bauwissen mit moderner Bautechnik.“

Bei Veit + Fröhler schaue man positiv in die Zukunft. Immerhin würde das Unternehmen im Jahr rund 900 Kubikmeter Holz verarbeiten. „Unser Hauptgeschäft liegt dabei in der Region. Denn wer ein Holzhaus will, der ist auch nicht mehr davon abzubringen“, lachen die beiden.

Mit einem Austausch über die aktuellen Entwicklungen des Holzmarktes beendet man einen informativen und kurzweiligen Rundgang durch die Produktionsstätte. „Ein mittelständischer Vorzeigebetrieb in unserer Region mit einer zukunftsfähigen Angebotspalette“, zeigt sich MdL Waschler abschließend beeindruckt.