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05.08.2020 | Stefanie Starke | Passau

Corona-Krise: „Großer Lerneffekt für die gesamte Schulfamilie“

MdL Waschler besucht Kunst-Grundschule Haidenhof

„Natürlich haben wir aus dieser Zeit enorm viel für den künftigen Schulalltag mitgenommen“, will Bettina Stummer, Rektorin der Kunst-Grundschule Haidenhof in Passau, bei einem Besuch von MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler mit Schulamtsdirektor Werner Grabl und Schulrat Klaus Sterner betonen.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Schulrat Klaus Sterner, Schulamtsdirektor Werner Grabl, Grundschulrektorin Bettina Stummer und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler.
Der Landtagsabgeordnete hat vorrangig in seiner Funktion als bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion großes Interesse, wie einzelne Schulen mit den Herausforderungen der Corona-Krise zurechtgekommen sind, beziehungsweise aktuell zurechtkommen, und welche Schlüsse für die Zukunft daraus gezogen werden. „Seit März können wir wirklich stolze pädagogische Fortschritte verzeichnen. Die gesamte Schulfamilie hat die letzten Wochen und Monate viel geleistet und hat dazugelernt – auch dank der Offenheit und Bereitschaft meines Kollegiums“, will es die Rektorin an dieser Stelle auch nicht verpassen, den Dank an die Lehrkräfte wei-terzureichen. So wurden zahlreichen Fortbildungen absolviert und schulintern weitergegeben – „noch nie war der gegenseitige Austausch so intensiv.“ Zum Schuljahresende könne sie mit Fug und Recht behaupten, dass man einen Riesenschritt auch im Bereich der Digitalisierung gemacht habe.
Lernen zu Hause sei natürlich keinesfalls mit Präsenzunterricht zu vergleichen – „es steht außer Frage, dass insbesondere Kinder aus bildungsfernen Schichten jetzt verstärkt Unterstützung brauchen, damit die Leistungsschere nicht noch weiter auseinandergeht. Das betrifft sowohl die Ausstattung mit digitalen Endgeräten wie auch die intensive Zusammenarbeit und Unterstützung der Eltern“, weiß Schulamtsdirektor Werner Grabl. Allgemein dürfe man von Eltern jedoch nicht erwarten, dass sie eine Art Lehrauftrag zu Hause übernehmen. Gerade schwächere Schüler hätte jedoch auch in Corona-Zeiten viel Unterstützung in Kleingruppen an der Schule erhalten. „Wir können hier keinesfalls von großen Lücken oder Rückschritten sprechen, aber eben auch nur, weil wir viele Unterstützer an unserer Seite haben und die über 200 Familien wirklich gut mitgearbeitet haben“, will die Rektorin nochmals betonen. Natürlich mussten einige Kompetenz- und Lernfelder herunter-gefahren werden – das liege jedoch in der Natur der Sache: Musik, Kunst, Verkehrserziehung – „Wir mussten aus der Situation das beste machen.“
Grundsätzlich werde an der Grundschule in Passau-Haidenhof viel unternommen, um den Bedürfnissen der gesamten Schulfamilie auch in diesen Zeiten gerecht zu werden. „Es ist und bleibt eine Ausnahmesituation“, will auch Schulrat Klaus Sterner nochmals betonen und appelliert hier gleichzeitig an das Verständnis und den Zusammenhalt aller Instanzen. Für das kommende Schuljahr stünden noch keine genauen Zahlen fest, so dass man aktuell flexibel reagieren könne.
Eine Bitte trägt Bettina Stummer noch an den Abgeordneten heran: „Uns Grundschulen fehlt ein digitales Programm, mit dem wir medial arbeiten können – praktikabel und an die pädagogische Wirklichkeit angelehnt.“ Hier wünsche man sich ein einheitliches System für alle Schulen. „Wir sind alle Pioniere auf diesem Gebiet und deswegen wäre es schön, wenn wir gemeinsam eine Lösung finden“, so Stummer abschließend.
„Genau diese Anliegen, den Schulen die besten digitalen Werkzeuge an die Hand zu geben, werden derzeit mit Blick auf das kommende Schuljahr umgesetzt“, so Waschler. Die Palette reiche hierbei von der weiteren Ausstattung mit passgenauer Hard- und Software bis hin zu umfassenden Angeboten der Lehrerfortbildung, da-mit die Angebote auch gut nutzbar seien. „Hier unterstützen Bund, Land und Kommune die Schulfamilie in bestmöglicher Weise bei der Gestaltung eines gelingenden Unterrichts in schwierigen Coronazeiten“, so der Abgeordnete.