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05.06.2019 | Stefanie Starke | Fürstenstein.

„Unser Anliegen: Die Entschärfung der kurvenreichen Strecke“

MdL Waschler und Bauamtsdirektor begutachten Staatsstraße zwi-schen Fürstenstein und Nammering

Zuletzt war es im Dezember 2018 zu einem tödlichen Unfall auf der Staats-straße 2127 zwischen Fürstenstein und Nammering gekommen. „Immer wieder passieren hier Unfälle, meist zum Glück ohne Personenschaden – dennoch ist die Strecke höchst ge-fährlich“, so Alois Mandl, CSU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat in Fürstenstein.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) CSU-Gemeinderat Alois Mandl, Abteilungsleiter Dr. Stephan Stroh, Bau-amtsdirektor Robert Wufka, Bürgermeister Stephan Gawlik, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Bezirksrat Josef Heisl und Geschäftsleiter Michael Bauer.
Die CSU-Gemeinderatsfraktion war es, die im Januar im Gemeinderat einen Antrag auf Entschärfung der kurvenreichen Strecke eingebracht hatte, um dem Anliegen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Damit verbunden war die Forderung, dass das Vorhaben bei einer künftigen Fortschreibung des Ausbauplans für die Staatsstraßen in Bayern von der aktuell zweiten Priorität in die Erste angehoben wird. Die Resolution wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen und Bürgermeister Stephan Gawlik hatte daraufhin die örtlich zuständigen Abgeordneten des Bayerischen Landtags, den Leiter des Staatlichen Bauamtes Passau, Robert Wufka sowie Landrat Franz Meyer um tatkräftige Unterstützung gebeten. Das Anlie-gen wird von allen politischen Seiten mit Nachdruck unterstützt.
MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler hat daraufhin einen Ortstermin mit Bauamtsdirektor Robert Wufka, Bezirksrat Josef Heisl und Bürgermeister Stephan Gawlik initiiert, um hier nochmals den ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde zu äußern, die Staatsstraße 2127 zwischen Fürstenstein und Nammering durch eine Begradigung weiter zu entschärfen. „Die Strecke ist kurvenreich, führt durch den Wald und ist daher an einigen Stellen sehr gefährlich“, so der Bürgermeister, in der Hoffnung auf politische Unterstützung in dieser Sache. Die Situation verschärfe sich vor allem im Winter, wenn die Fahrbahn beidseitig durch seitlich gelagerten Räumschnee eingeengt ist und es zum Begegnungsverkehr von Großfahrzeugen, wie Lastwagen oder Bussen, komme.
Bei den Erläuterungen durch das Bauamt wird schnell deutlich, dass eine technische Umsetzung des Anliegens allein aufgrund der topografischen Gegebenheiten sehr schwierig werden würde. „Im Vergleich zu anderen Straßen lässt sich für diese Strecke ein eher untergeordnetes Unfallgeschehen feststellen, allerdings haben wir hier viele Kurven, steiles und unübersichtliches Gelände“, erläutert Bauamtsdirektor Robert Wufka. Kurzfristige Verbesserungsmaßnahmen werde man prüfen – „einfach wird es nicht“. Eine größere Ausbaumaßnahme wäre allein schon aufgrund der örtlichen Gegebenheiten schwer umzusetzen. Die Strecke müsste vorranging in den Ausbauplan für Staatsstraßen aufgenommen werden und dann im Genehmigungsverfahren durch viele Instanzen: Naturschutz, Wasserecht, Lärmschutz – es wären zahlreiche Hürden zu überwinden“, macht auch Abteilungsleiter Dr. Stephan Stroh deutlich. Aufgrund des nahegelegenen Steinbruchweihers, bereits vorhandener Brutkästen für Fledermäuse und dem Felsgelände ist es bereits jetzt ein besonders schwieriges Gebiet. „In einer Verkehrsschau werden wir Abhilfemöglichkeiten besprechen“, so Dr. Stroh weiter. Für Bürgermeister Stephan Gawlik wäre bereits viel gewonnen, wenn bei zwei besonders prob-lematischen Kurven – in einer davon ereignete sich der tödliche Unfall - die Innenradien aus-gebaut würden.
„Wir haben den Straßenabschnitt im Blick und jetzt muss man sehen, was möglich ist – wichtig ist erstmal zu erkennen, dass auch das Bauamt eine Bereitschaft für weitere Prüfverfah-ren signalisiert“, zeigt sich auch MdL Waschler zufrieden.