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11.09.2018 | Stefanie Starke | Ruderting

„Es geht um Schnelligkeit und Power“

MdL Waschler informiert sich über E-Ladeparks

„Wir denken schon heute in die Zukunft, nur so können wir als Unternehmen bestehen und uns weiterentwickeln“, betont Martin Praml, Geschäftsführer der Praml GmbH in Ruderting bei einem Besuch des Abgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler.


Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Praml-Geschäftsführer Martin Praml, Rudertings stv. Bürgermeister Johann Streifinger, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Bürgermeister Rudolf Müller, Seniorchef Ludwig Praml und Bezirksrat Josef Heisl.
Dem Landtagsabgeordneten war es im Rahmen eines Gemeindebesuchs bei Bürgermeister Rudolf Müller ein Anliegen, das innovative Unternehmen zu besuchen. Die Praml GmbH rüstet ihren kompletten Fuhrpark die nächsten drei Jahre komplett auf E-Fahrzeuge – „hierbei benötigen wir entsprechende Elektro-Ladeparks“, erklärt der Geschäftsführer. Aktuell seien bereits zehn E-Fahrzeuge im Einsatz. „Wir können Firmenkunden als E-Tankstellen-Systemdienstleiter von A-Z im Bereich E-Mobilität das Komplettpaket anbieten. Derzeit planen und installieren wir bei Unternehmen E-Ladeparks und dies sogar deutschlandweit. Die Nachfrage und der Beratungsbedarf sind seitens der Firmen enorm hoch“, so Praml weiter. In den Geschäftsräumen des Unternehmens findet sich zur Veranschaulichung ein „E-Tankstellen-Testlabor“ – „so sieht die Zukunft aus. Der Trend ist unumkehr-bar“, ist der Geschäftsführer überzeugt – „auch wenn der Diesel wegen des aktuell fehlenden Angebotes oder langen Lieferzeiten an E-Fahrzeugen nicht sofort zu 100% ersetzt werden kann. Dies wird sich in 2-4 Jahren massiv ändern.“ Reichweiten seien seiner Einschätzung nach dann kein Thema mehr und besonders für Unternehmen stehe der sukzessive Umbau der eigenen Fahrzeuge auf Elektromobilität an – „Tanken bedeutet künftig laden!“
Im Rahmen des gerade bei Praml in Bau befindlichen größten deutschen E-Tankstellen-Test-Ladeparks finden sich so künftig Ladestationen unterschiedlichster Hersteller mit einer Leistung von 22 bis 175 Kilowattstunden, die bis zu 33 Autos gleichzeitig laden können. Für den Unternehmer ist klar, dass es in Zukunft vorrangig um Schnelligkeit und Power gehen werde. „In unseren Ladeparks können wir gewährleisten, dass Autos in einer viertel Stunde bis zu 80 Prozent geladen werden. Insgesamt geht es für uns darum, den Anschluss nicht zu verpassen – wir müssen uns am Land schneller entwickeln, als in der Stadt. Ebenso werden viele Photovoltaikbesitzer Ihr E-Auto zu Hause zukünftig kostenlos tanken“, ist Martin Praml überzeugt.
„Wir waren sehr überrascht wie viele Ausbildungsplatz-Bewerbungen wir im Sektor E-Mobilität/Elektroniker erhalten haben. Junge Leute setzen anscheinend ebenso auf Zukunftstechnologien, wie beispielsweise E-Mobilität, Photovoltaik oder Stromspeicher.“
Der Abgeordnete zeigt sich beeindruckt von den innovativen Entwicklungen der Firma Praml: „Die Zukunft wird zunehmend auch elektrisch sein. Wenn die Ladeparks in der Fläche kommen, ist das ein echter Standortvorteil“, so MdL Gerhard Waschler, der im Anschluss an den Austausch mit den Bürgermeistern und dem Bezirksrat noch die derzeit laufenden Baumaßnahmen im Rahmen des Praml-eigenen Test-Ladeparks mit bis dato 18 Ladestationen besichtigte.