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06.04.2018 | Stefanie Starke | Passau

„Man muss den Max im Wirtshaus lassen“

CSU-Mandatsträger kritisieren Schlag gegen die bayerische Watt-Kultur

Das Austragen und sogar schon Bewerben von Watt-Turnieren ist mit Vorsicht zu genießen – zumindest, wenn es dabei um Geldgewinne geht.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Die CSU-Mandatsträger Stefan Meyer, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, CSU-Kreisvorsitzender Raimund Kneidinger und MdL Walter Taubeneder bei einer Watt-Runde – natürlich ohne Geldeinsatz.

Nach einem aktuellen Vorfall in der Oberpfalz, bei dem ein Veranstalter nach der Auslobung von Geldgewinnen im Rahmen eines solchen Karten-Turniers nun eine Strafanzeige erhalten hat, sind auch die niederbayerischen Wirte verunsichert. „Es setzen sich vermehrt Wirtsleute mit uns in Verbindung, die das Vorgehen in der Oberpfalz aufs Schärfste kritisieren und es als Schlag gegen die bayerische Wirtshaus-Kultur werten“, erklärt MdL Walter Taubeneder. Gemeinsam mit seinem Landtagskollegen Prof. Dr. Gerhard Waschler hat er sich daher an den Bayerischen Justizminister gewandt – versehen mit der Bitte, bei allen wichtigen Regelungen im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel, nicht die bayerische Kultur aus den Augen zu verlieren. „Natürlich, es gilt das entsprechende Gesetz und hier ist ganz klar festgehalten, dass illegales Glückspiel strafbar ist – aber wie so oft, klaffen Theorie und Realität hier ganz schön auseinander“, finden auch der CSU-Kreisvorsitzende Raimund Kneidinger und der CSU-Landtagslistenkandidat Stefan Meyer. Im Rahmen einer gemütlichen Kartenrunde – natürlich ohne Preisgeld – haben sich die Mandatsträger zu den aktuellen Diskussionen ausgetauscht und sind sich einig: „Man muss den Max schon im Wirtshaus lassen.“