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10.09.2022 | Stefanie Starke | Wegscheid

Sicherung des Krankenhausstandorts Wegscheid unabdingbar

MdL Waschler bittet Gesundheitsminister um Austausch zu Krankenhaus Wegscheid

Im Rahmen einer kurzfristig anberaumten Videokonferenz hat MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler den bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek zum Austausch mit Vertretern des Krankenhauses Wegscheid, Altbürgermeister Josef Lamperstorfer, Bürgermeister Lothar Venus sowie Landrat Raimund Kneidinger geladen, um gemeinsam über die Zukunft des Krankenhauses Wegscheid zu sprechen.

Bildnachweis: Stefanie Starke
„Ziel muss es sein, den Standort Wegscheid langfristig zu sichern“, bringt es MdL Waschler gleich eingangs auf den Punkt. „Wir sind ein wichtiger Nahversorger für die Region. Sowohl die topografische Lage als auch die klimatischen Verhältnisse in unserer Region machen es unabdingbar, dass dieser Standort erhalten bleibt – eine Notfallfahrt nach Passau ist schlicht unrealistisch“, so Wegscheids Bürgermeister Lothar Venus. „Die Bürger sind die immer wiederkehrende Diskussion um eine mögliche Schließung des Hauses leid. Und auch die Einrichtung selbst, mit den engagierten Fachkräften, hat es verdient, endlich Klarheit zu bekommen“, fügt der Bürgermeister hinzu. Die aktuellen Vorgaben aus Berlin würden einer „vorsätzlichen Körperverletzung an einer ganzen Region“ entsprechen. „Das widerspricht schlicht den in der Bayerischen Verfassung und im Grundgesetz verankerten garantierten gleichwertigen Lebensverhältnissen im ländlichen Raum und in Ballungszentren“, so auch Altbürgermeister Josef Lamperstorfer. In ganz Deutschland gebe es nur sechs Krankenhäuser in einer vergleichbaren Situation – „drei davon liegen in Bayern. Diese drei Häuser sind unstrittig zur Sicherung der medizinischen Versorgung notwendig, können ihren Auftrag mit den aktuellen Auflagen so jedoch nicht erfüllen“, betont der Passauer Landrat Raimund Kneidinger. „Wir brauchen eine Sonderregelung für Wegscheid.“
Das Problem und damit auch der Schlüssel zu dessen Lösung liege in Berlin, betont der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek. „Die Krankenhäuser stehen aufgrund der Pandemie, jetzt zudem aufgrund der explodierenden Energiekosten und der Inflation, vor großen finanziellen Herausforderungen – nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft fehlen insgesamt neun Milliarden Euro, allein in Bayern 500 Millionen Euro“, erläutert Holetschek weiter. Es gelte nach wie vor beim Bund für Regelungen mit Rücksicht auf den ländlichen Raum zu kämpfen. „Für gute Anbindungen, eine gute Versorgung für die Menschen in unserem Land. Wir müssen in Berlin deutlich machen, dass wir im ländlichen Raum andere Verhältnisse haben.“