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03.06.2022 | Stefanie Starke | Passau/München/Kiel.

MdL Waschler: „Berufliche Bildung ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“

Bildungspolitische Sprechertagung von CDU und CSU in Kiel – Resolution zur beruflichen Bildung verabschiedet

Im Rahmen der Tagung aller bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der CDU- / CSU-Fraktionen in den deutschen Landesparlamenten, unter dem Vorsitz von MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Bildungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, wurde heute eine Resolution zur beruflichen Bildung verabschiedet. „Die berufliche Bildung ist vor allem in ihrer dualen Form ein weltweit anerkanntes Erfolgsmodell, das vielfältige Berufs- und Lebenschancen eröffnet – und damit auch das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“, so MdL Waschler.

Foto (privat): MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler (r.) ist Vorsitzender der bildungspolitischen Sprechertagung von CDU und CSU in Kiel.
Im Rahmen der Tagungen haben sich die Teilnehmer deutlich für eine Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ausgesprochen. Daher werde eine weitere Stärkung und Förderung forciert. „Es gilt die berufliche Bildung vor allem in ihrer Attraktivität für junge Menschen sichtbarer zu machen“, ist der bayerische bildungspolitische Sprecher überzeugt.
Berufliche Bildung beginnt im Vorschulalter
Grundlage sei ein Schulsystem, das jedem Kind einen Bildungsweg eröffnet, der seinen Interessen und Begabungen entspricht. Daher gelte es, bereits in der Grundschule über die Profile und die Attraktivität der unterschiedlichen weiterführenden Schularten aufzuklären und beim Übertritt die Fokussierung auf eine Schulart zu vermeiden. „Schon im vorschulischen Bereich und in der Grundschule soll den Kindern die Bandbreite der verschiedenen – gerade auch handwerklichen – Berufsbilder in altersgemäßer Weise vermittelt werden“, so MdL Waschler weiter. Ein bedeutender Baustein an den weiterführenden und beruflichen Schulen sei dann die fixe Verankerung der beruflichen Orientierung in den Lehrplänen.
Von entscheidender Bedeutung für eine gute Zukunft der Wirtschaft sei unabdingbar die Gewinnung von qualifizierten und motivierten Fachkräften. „Gerade in den Bereichen Pflege, Sozialberufe, Handwerk sowie Informationstechnologie ist der Bedarf an ausreichend vielen Nachwuchskräften nach wie vor sehr hoch. Um diesen mittel- und langfristig zu decken, ist es wichtig, die Attraktivität der Ausbildungen, aber auch der Berufe selbst zu optimieren“, ist Waschler in Übereinstimmung mit seinen Kollegen der Bildungspolitik überzeugt. „Hier sehen wir aber auch die Arbeitgeber, Ausbilder und Kammern in der Verantwortung.“

In der aktuellen Resolution zur beruflichen Bildung sind folgende Handlungsbedarfe verankert:#

-    Überzeugungsarbeit über positive Erfahrungen und Einblicke mittels Informationsveranstaltungen von Kammern oder Innungen an Schulen, sowie Berufsbildungsmessen – allesamt unter Einbezug der modernen Kommunikationskanäle, wie Social Media.
-    Frühzeitiges Netzwerk durch verlässliche Kooperationen von Schulen mit Wirtschaftsbetrieben aus der jeweiligen Umgebung.
-    Eltern als wichtigste Berater ihrer Kinder an die Hand nehmen. „Ohne Eltern geht es nicht. Es ist entscheidend, Eltern die große Attraktivität der beruflichen Bildung mit Blick auf Zukunfts- und Entwicklungschancen vor Augen zu führen“, so MdL Waschler.
-    Ausbildungsordnungen kontinuierlich modernisieren. So muss sich die berufliche Bildung gerade infolge der Digitalisierung an die künftigen Anforderungen so anpassen, dass sowohl der technologische Wandel als auch die in Zukunft benötigten Kompetenzen und Qualifikationen ausreichend berücksichtigt werden.
-    Duale Studiengänge stärker ins Bewusstsein rücken. „Sie verbinden die Vorteile einer Ausbildung mit den Vorteilen eines Studiums.“
-    Technische Berufe stärken, da es aufgrund der Energie- und Klimawende zu einem erhöhten Bedarf an technischen Fachkräften kommt.
-    Aus- und Weiterbildung im IT-Bereich. „Wir setzen uns dafür ein, dass gemeinsam mit den Sozialpartnern neben der Fach-/Hochschulausbildung auch die Möglichkeiten der dualen Ausbildung für IT-Berufe stärker in den Fokus gerückt werden, die Interessierten einen einfacheren Zugang eröffnen und zugleich der Wirtschaft die Möglichkeit geben, schneller dringend benötigte Fachkräfte auszubilden“, ergänzt der Vorsitzende der bildungspolitischen Sprechertagung weiter.
-    Inklusion in der beruflichen Bildung stärken.
-    Entrepreneurship Education in den Schulen verankern. Entrepreneurship Education unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung. Die erlernten Kompetenzen befähigen die Kinder und Jugendlichen, für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen und ihr Leben zu gestalten.