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19.06.2017 | Stefanie Starke | Ortenburg

Forschung für den Erfolg von morgen!

Abgeordnete suchen Austausch mit Fraunhofer-Institutsleiter

„Im Sinne und Interesse unserer Region dürfen wir den Anschluss an die Digitalisierung nicht verpassen, deswegen wollen wir dieses Megathema in den unterschiedlichsten Bereichen weiter vorantreiben“, macht MdL Walter Taubeneder in einem Austausch mit Prof. Dr. Albert Heuberger, dem Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS), deutlich.

Digitalisierungsgespräch mit dem Leiter des Fraunhofer IIS Prof. Dr Albert Heuberger (Mitte) bei Micro-Epsilon in Ortenburg, auf Einladung der Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler.

Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik in Fürth, ein Bereich des Fraunhofer IIS, ist bereits in Ostbayern aktiv und plant nun auch eine Zusammenarbeit mit der Universität Passau. „Es ist schon lange unser Bestreben, dass sich Fraunhofer auch bei uns in der Region ansiedelt, daher freuen wir uns über den Besuch bei einem herausragenden Unternehmen vor Ort sowie den wertvollen Dialog“, schließt sich MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler an.
Die Abgeordneten hatten sich mit Nachdruck für einen Vortrag des Institutsleiters für interessierte Vertreter der regionalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie regionale Unternehmer, eingesetzt und den gebürtigen Windorfer schließlich zu einem Besuch des erfolgreichen mittelständischen Unternehmens Micro-Epsilon nach Ortenburg geladen. Prof. Heuberger zeigte sich beeindruckt von der Arbeit von Micro-Epsilon. Das Unternehmen und Fraunhofer fanden mehrere Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche.
Mit weltweit 26 Standorten und rund 1000 Mitarbeitern beschäftigt sich Micro-Epsilon mit den Feldern Sensorik, Systeme und Lösungen. „In der Digitalisierung liegt die Zukunft der Wirtschaft und Industrie, damit betrifft sie letztlich jeden einzelnen von uns und ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen“, betont Dr. Alexander Wißpeintner, einer der Micro-Epsilon Geschäftsführer, die Bedeutung der Digitalisierung und gibt in einem kurzen Vortrag Einblicke in die verschiedenen Projekte und Tätigkeitsfelder der Firma.

Schlagworte wie „BigData, BigPicture, 3D-Druck, Datentransport und Datenverarbeitung, Integration und Netzwerke“ füllen die Themenfelder dieser Zeit – sowohl in Forschung als auch in der Wirtschaft. Die Universität Passau, vertreten durch Präsidentin Prof. Carola Jungwirth und Prof. Thomas Sauer, ist auch im Rahmen des „Masterplans Digitalisierung 2.0“ der Staatsregierung in diesen Forschungsfeldern mit herausragenden Projekten bestens eingebunden. „Diese Fragestellungen beschäftigen uns intensiv und eröffnen uns zahlreiche neue Möglichkeiten“, macht Prof. Dr. Heuberger in seinem Vortrag deutlich. All diesen Themen nehme sich das Fraunhofer IIS an. „Wir versuchen uns an Problemstellungen der Wirtschaft zu orientieren und deren Nutzen zu treffen. Wir forschen an Technologien, die relevante Probleme lösen helfen und unseren Partnern aus der Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können“, so der Institutsleiter.

 „Ein Stück Fraunhofer in Passau“

 In seinen Ausführungen zur Datenverarbeitung und integrierten Anwendung von Systemen geht Heuberger auch auf die Planungen zu einem ADA-Center (Analytics Data Application) für Bayern ein, was in Abstimmung mit der Bayerischen Staatsregierung aufgebaut werden soll. „Das Konzept des Freistaats Bayern basiert auf engagierten Plänen zur Unterstützung bei der digitalen Transformation.“ Fraunhofer soll dabei den Kern von ADA bilden und unter anderem eng mit einer Forschungsgruppe an der LMU München zusammenarbeiten. Darüber hinaus seien auch projektbezogene Einbindungen weiterer bayerischer Universitäten angedacht – auch Passau wurde bereits genannt. „Wir sind hier auf die Kooperationen mit den Universitäten angewiesen“, ergänzt Heuberger. Im Mittelpunkt stehe der Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft, ganz im Sinne der Nachwuchsausbildung, dem schnelleren Informationsaustausch sowie dem Ankurbeln verschiedene Projekte. „Damit wäre auch ein Stück Fraunhofer in Passau verankert“, so MdL Waschler.

Allein im Rahmen der Digitalisierung hat der Freistaat rund 420 Millionen Euro in den Nachtragshaushalt gegeben. „Das verdeutlicht nochmal den besonderen Stellenwert der Thematik. Darunter fällt auch das ADA-Center“, ergänzt auch MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler nochmals abschließend. Die Digitalisierung und die digitale Transformation bieten vielfältige Chancen, aber stellen auch eine Herausforderung dar, sind sich die Gesprächsteilnehmer abschließend einig.