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29.05.2017 | Rosmarie Krenn, Malteser Hilfsdienst e.V. | Waldkirchen

„Im Miteinander nicht mehr unterscheidbar“

3. Inklusionsolympiade in Karlsbach

Ein großartiger Erfolg war auch die 3. Auflage der Inklusionsolympiade, die am vergangenen Samstag am Karlsbacher Sportplatz stattfand. Die 40 Teilnehmer und 30 Betreuer hatten bei wunderbarem Wetter jede Menge Spaß bei Sport und Spiel.

Siegerfoto mit Schirmherr MdL Dr. Gerhard Waschler (hinten v. l.), stellvertr. Diözesanleiter und Kreisbeauftragter Ludwig Berger (halb verdeckt), Kreis- und Stadtrat Simon Stockinger, stellvertr. Landrätin Renate Cerny (davor) sowie den beiden Organisato

Rosmarie KrennAls „ganz große Ehre“ bezeichnete es MdL Dr. Gerhard Waschler, dass er die Schirmherrschaft übernehmen durfte und die Inklusionsolympiade nannte er eine „ganz tolle Idee“. Und weiter: „Hier wird Inklusion gelebt. Hier, wo im Miteinander nicht mehr unterscheidbar ist, wo wir Freude haben an der schönsten Nebensache der Welt, nämlich dem Sport.“

Die Organisatorinnen Yvonne Oberneder, Gruppenleiterin der Malteser Jugend Karlsbach, und Daniela Springer, ebenfalls Malteserin aus Karlsbach und Leiterin der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe Grafenau, brachten einmal mehr die Schützlinge der Lebenshilfe mit jungen Maltesern, diesmal aus Karlsbach und Philippsreut, zusammen, die in gemischten Mannschaften gemeinsam den Parcours meisterten. Dieser bestand aus einer Rollistrecke, Stationen mit Schwungtuch, Dosenwerfen und heuer neu Kistenhüpfen sowie einer Sinnesstation, bei der Hören, Sehen, Fühlen und Riechen gefragt waren.
„Die Pause haben die Teilnehmer dazu genutzt, spontan selbst noch eine sechste Station einzurichten, nämlich Fußballspielen“, freut sich Daniela Springer über die Eigeninitiative. Zum Teil würden sich die Teilnehmer schon aus den vergangenen Jahren kennen und so gibt es schon lange keine Berührungsängste mehr zwischen Lebenshilflern und Maltesern. „Es macht allen sehr viel Spaß, vor allem auch, weil bei allen Stationen jeder mitmachen kann“, so Daniela Springer weiter.
Heuer haben sich die beiden Organisatorinnen bezüglich der Trophäen etwas Neues einfallen lassen. Natürlich bekam jeder Teilnehmer wieder eine Medaille, und zwar eine Goldene. Doch statt der Urkunden gab es diesmal eine Karte mit den fünf Olympischen Ringen, von denen auf jeder Station ein anderer einen Stempel bekam. Zum Schluss wurde auf der Rückseite ein Erinnerungsfoto aller Teilnehmer aufgeklebt. „Das finden wir persönlicher als gedruckte Urkunden“, erklärt Daniela Springer dazu.

Die Siegerehrung nahm Dr. Waschler zusammen mit den beiden Organisatorinnen und dem stellvertretenden Diözesanleiter und Kreisbeauftragten der Malteser Ludwig Berger sowie Daniel Blöchinger als Vertreter der Vorstandschaft der Lebenshilfe vor. Er, der selbst bei der Olympiade mitgemacht hatte, sprach einen mit viel Applaus bedachten Dank aus: „Ich komme immer wieder gerne und ich bin froh, dass die Lebenshilfe und die Malteser das für uns tun.“ Ludwig Berger entgegnete: „Wir laden Euch gleich ein für das nächste Jahr und freuen uns darauf.“ Dass es 2018 die 4. Inklusionsolympiade geben wird, da sind sich auch die Organisatorinnen einig. „Selbstverständlich machen wir das wieder“, bekräftigte Yvonne Oberneder.